Die Landeshauptstadt Stuttgart ist für die Beratung und Hilfe der Geflüchteten in den Not- und Gemeinschaftsunterkünften zuständig. Sie unterstützt den Sozialdienst für Geflüchtete in städtischer Unterbringung in der vorläufigen Unterbringung sowie die pädagogische Leitung der Heime. Geflüchtete, die in einer Anschlussunterbringung leben, werden seit 2018 von Integrationsmanagerinnen und Integrationsmanager betreut, beraten und begleitet. Zur Finanzierung dieses Systems stellt das Land Baden-Württemberg Zuschüsse bereit.
Aufgaben im Sozialdienst für Geflüchtete in städtischer Unterbringung
Die Unterbringung und Versorgung von Geflüchteten in Deutschland sind durch Bundes‐ und Landesgesetze geregelt, die den Kommunen klare Aufgaben und Verantwortlichkeiten zuweisen. Die Beratung und Hilfe von Geflüchteten in Stuttgart beginnt, sobald sie aus den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes (LEA) (Öffnet in einem neuen Tab) den Kommunen zugewiesen werden oder direkt, wie im Falle der Geflüchteten aus der Ukraine, in Stuttgart ankommen. Mit dem Umzug nach Stuttgart und der Aufnahme in einer Unterkunft starten die Beratung und Begleitung durch Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter.
Integration
Begleitung
Aufgaben in der Hausleitung
Die zügige Unterbringung von Geflüchteten in Unterkünften ist eine wichtige kommunale Aufgabe. In jeder Unterkunft gibt es je nach Größe eine oder mehrere Mitarbeitende für die pädagogische Hausleitung. Diese ist für die Organisation und Sicherstellung des Betriebs der Unterkunft verantwortlich, wozu zum Beispiel der Brandschutz, Reparaturen und administrative Aufgaben wie Ein- und Auszüge oder Belegungen gehören.
Betreuung durch Wohlfahrtsverbände
In Stuttgart betreuen Wohlfahrtsverbände Geflüchtete in Unterkünften und erhalten dafür von der Landeshauptstadt Stuttgart einen Zuschuss zur Finanzierung der Arbeit. Die Landeshauptstadt Stuttgart und die Wohlfahrtsverbände arbeiten bei der Beratung und Hilfe der Geflüchteten eng zusammen.
Für den umfassenden und bedarfsorientierten Sozialdienst für Geflüchtete in städtischer Unterbringung sowie für die pädagogische Hausleitung sind die folgenden freien Träger der Wohlfahrtspflege zuständig:
- Arbeitsgemeinschaft für die eine Welt e. V. (Öffnet in einem neuen Tab)
- Arbeiterwohlfahrt Stuttgart e. V. (Öffnet in einem neuen Tab)
- Caritasverband für Stuttgart e. V. (Öffnet in einem neuen Tab)
- Deutsches Rotes Kreuz – Kreisverband Stuttgart e. V. (Öffnet in einem neuen Tab)
- Evangelische Gesellschaft Stuttgart e. V. (Öffnet in einem neuen Tab)
- Israelitische Religionsgemeinschaft Württembergs K.d.ö.R. (IRGW) (Öffnet in einem neuen Tab)
- Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Regionalverband Stuttgart (Öffnet in einem neuen Tab)
- Malteser Hilfsdienst e. V. Stuttgart (Öffnet in einem neuen Tab)
Migrationsberatungsstellen und Jugendmigrationsdienste
Ziehen Geflüchtete aus der städtischen Unterbringung in Privatwohnraum, können sie sich mit ihren migrationsspezifischen Bedarfen an die Migrationsberatung für Erwachsene (MBE) beziehungsweise an die Jugendmigrationsdienste (JMD) wenden.
Die MBE richtet sich an Zugewanderte ab 28 Jahren und unterstützt über drei Jahre in Themenbereichen wie Aufenthaltstitel, Arbeitsmarktintegration, Sprachkursen und in sozialen und gesundheitlichen Belangen. Die JMD unterstützt Menschen mit Migrationshintergrund zwischen 12 und 17 Jahren und bietet eine sozialpädagogische Begleitung. Sowohl die MBE als auch die JMD arbeiten eng mit den Akteuren im Integrationsbereich zusammen. Eine Übersicht über die MBE und JMD findet sich auf der Seite des Welcome Centers (Öffnet in einem neuen Tab).
Für Geflüchtete aus der Ukraine, die in privatem Wohnraum leben, wurde vom Amt für Soziales und Teilhabe ein eigener Beratungsdienst (Öffnet in einem neuen Tab) eingerichtet. Dieser richtet sich an Geflüchtete, die in einer eigenen Wohnung, bei Freunden oder Bekannten wohnen. Geflüchtete erhalten Hilfe bei allen Fragen des täglichen Lebens und bei persönlichen Herausforderungen. Jeden Montag von 9−12 Uhr und Donnerstag von 13−16 Uhr findet im 3. Stock der Eberhardstraße 33, 70173 Stuttgart die offene Erstberatung ohne Termin statt. Zudem werden offene Beratungstermine in verschiedenen Stadtteilen angeboten.
Engagement durch Freiwillige
Neben den staatlichen Hilfesystemen tragen Engagierte zur sozialen Stabilität bei und sind damit unverzichtbar für die Bewältigung wichtiger Aufgaben in unserer Gesellschaft. Viele Stuttgarterinnen und Stuttgarter unterstützen mit ihrem Engagement Menschen mit Migrationshintergrund oder Geflüchtete und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Integration und zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Wer Teil der Willkommenskultur in Stuttgart werden möchte, kann sich über entsprechende Engagementmöglichkeiten informieren.